Die Zahl der Demenzkranken in Deutschland wird nicht flächendeckend untersucht, kann aber mit Hilfe von Prävalenzraten geschätzt werden. Die Prävalenz bezeichnet den Bevölkerungsanteil, der zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Krankheit leidet. Prävalenzraten werden in epidemiologischen Feldstudien ermittelt. Im Folgenden wird von Raten ausgegangen, die im Rahmen des Projekts EuroCoDe von Alzheimer Europe durch ein Expertengremium konsentiert wurden (vgl. DAlzG 2016).

Die Tabelle macht deutlich, dass die Prävalenz mit zunehmendem Alter stark ansteigt, von etwas mehr als 1,5 % in der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen auf rund 40 % bei den über 90-Jährigen. Auch Menschen im mittleren Alter (unter 65) können von einer Demenzerkrankung betroffen sein, doch ihre Zahl ist relativ gering. In Deutschland sind vermutlich 20.000 Demenzkranke jünger als 65 Jahre. Dies entspricht einem Anteil von weniger als 2 % an allen Demenzkranken (DAlzG 2016) (PDF Daten und Zahlen)

Anzahl der Demenzerkrankten in Brandenburg

Für Brandenburg, die Landkreise und kreisfreien Städte berechnet, ergibt sich daraus folgende Entwicklung und Anzahl von Demenzerkrankten:

Entsprechend der regionalen Unterschiede des demografischen Wandels wird sich die Entwicklung der Zahl an demenziell Erkrankten in den Brandenburger Landkreisen differenziert darstellen (Tabelle 3). Am stärksten wird die Zahl an Betroffenen mit einem Anstieg von über 133 Prozent zwischen 2009 und 2030 im Landkreis Barnim zunehmen. Am geringsten werden die Zuwachsraten voraussichtlich in Cottbus sein. In der kreisfreien Stadt wird die Zahl der Betroffenen zwischen 2009 und 2030 um „nur“ knapp 45 Prozent steigen (Quelle: MASGF 2013).